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Gedenkmesse an Lauras erstem Todestag, geführt von unserem Pfarrer Hr. Bierei, begleitet von Musik die Laura jeden Tag gehört hat und Rede und Gedichten von Papa und Lauras Schwester Anna.

ein Jahr ist es nun her dass Du uns verlassen hast;

dass wir dich gehen lassen mussten.

Ein Jahr voller Traurigkeit liegt hinter uns, viele werden sicher folgen!

Doch auch Freude hatten wir in diesem Jahr,

anders als manch einer sich das vorstellen kann denn unsere Gedanken waren ständig bei dir. Alles ist anders geworden.

Wird es jemals wieder so werden wie früher?

Laura, Ich vermisse Dich und heute wie auch damals würde Ich alles darum geben deinen Tod ungeschehen zu machen.

Du kennst mich – viel habe Ich über dies und ähnliches nachgedacht doch am Ende ist eine Frage offen geblieben –

Die wichtigste aller Fragen: „Darf Ich es?"

Darf man einfach so in Geschehnisse eingreifen nur weil sie einem nicht recht sind, weil sie ungerecht erscheinen?

Doch wer kann noch von Recht sprechen wenn einem das liebste,

das wehrloseste genommen wird.

Nein, du wurdest uns nicht genommen –

es ist dein Weg gewesen – von Anfang an.

Dort stand vor fast einem Jahr dein Sarg, dein Ruhebett.

Heute ist dieser Platz leer.

Wenn Ich meine Augen schließe ist er nicht leer.

Aber da steht kein Sarg, kein Objekt der Vergänglichkeit.

Laura, wo auch immer Du jetzt bist, vielleicht hier bei uns:

Ich wünsche Dir nur alles Gute und so schwer es auch zuzugeben ist,

ist wohl alles so geschehen wie es sein sollte.

So will Ich auch nicht länger in Traurigkeit reden sondern über das

was Du für uns warst, was Du für uns bist!

Denn darum sind wir heute hier!

Um uns an die schönen Tage mit Dir zu erinnern.

Um uns nicht nur an dein Lächeln zu erinnern, nein,

um es zu sehen, deine Freude zu fühlen, unsere Liebe füreinander.

Ich erinnere mich gerne an den ersten Tag, als Du zur Welt kamst,

eingewickelt in Folie damit dir nicht kalt wird.

Mit einen Verband als Mütze.

Du sahst so unbeschreiblich wunderbar aus.

In eine Hand hast du gepasst und Ich war so stolz über diese kleine Handvoll Leben, dein Leben.

Oder den Tag als Ich dich im Krankenhaus besuchen kam – du warst nicht in deinem Zimmer – du warst mit Mama im Kinderwagen spazieren. Die Gänge der Station auf und ab, stundenlang.

Ich war traurig, doch stolz auf uns als Du so krank wurdest und keiner Dir eine Chance gab – wir gaben sie Dir.

Und Du hast dich auf deine Art und Weise dafür bedankt.

Es war so ein wärmendes, beruhigendes Gefühl wenn Du bei mir saßt,

„Abhängen" haben wir es genannt.

Deinen Kopf in meinen Händen und dann hast Du mich angeschaut. Einfach nur angeschaut ohne ein Wort,

manchmal braucht man keine Worte um miteinander zu reden.

Ich bin so stolz auf deine Geschwister die Dich so genommen und geliebt haben wie Du warst.

Wie viele Menschen hätten und haben sich abgewendet,

oder haben einfach nur misstrauisch geguckt –

denen sind fast die Augen ausgefallen - doch so viel sie sahen,

sahen sie doch nicht unser aller Glück. Ja, es war unser Glück!

Versteckt hinter den Kabeln und Schläuchen die andere sahen.

Versteckt in deiner Seele die andere nicht sahen.

Dann, vor genau einem Jahr,

hast Du dich entschieden zu gehen –

und diese Menschen hatten etwas zum reden –

ohne zu wissen über was sie reden.

Auch das ist etwas was einen traurig machen kann,

manchmal sogar trauriger als über das was geschehen ist.

Denn das Geschehene ist vergangen doch reden tun sie noch heute –

ohne zu wissen über was sie reden.

So war es nicht unser Glück sondern es IST unser Glück,

nur wir kennen Dich und können von dir lernen –

jeden Tag aufs Neue.

Und für das was Ich dadurch gelernt habe und immer noch lerne

bin Ich Dir unendlich dankbar.

Eines Tages werden meine Tränen sicher versiegen

und der Freude und Hoffnung auf ein Wiedersehen weichen.

Bis dahin wirst hoffentlich Du nicht von unserer Seite weichen

auch wenn Du jetzt deinen eigenen Weg gehst.

Ohne deine Geschwister, ohne deine Mama,

ohne deine Großeltern, ohne deine anderen Verwandten

würde Ich wohl heute nicht hier stehen, Danke euch allen.

 

Ich liebe dich Laura,

Dein Papa 


 Nach der Messe am

             
02.10.2008 



             02.10.2008



        02.10.2008



           02.10.2008



Pfarrer Bierei



Gedenkfeier in Düsseldorfer Kapelle am Nordfriedhof ( Rede von Lauras Papa)









    Gesegnet seid Ihr